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Der Preis 2011 wurde verliehen PDF Drucken E-Mail

Der zweite Durchlauf des Meike Schneider-Literaturpreises ist beendet. Am 15. Mai wurden die Preisträger im Rahmen eines Festaktes im SuperC der RWTH in Aachen geehrt.

Einige Bilder der Veranstaltung finden sich auf der Homepage der ESG Saarbrücken und der ESG Aachen

Die Anthologie "Über Grenzen", herausgegeben von Swantje Eibach-Danzeglocke, Eike Ostermann und Kai Horstmann ist im Aussaat-Verlag Neukirchen-Vluyn erschienen und kann im Buchhandel oder direkt beim Verlag erworben werden.

 
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Preisträger des Meike-Schneider-Literaturpreises stehen fest:

 

Presseerklärung

Zum zweiten Mal hatten die Ev. Studierendengemeinden im Rheinland im Herbst 2010 einen Literaturwettbewerb für Studierende ausgeschrieben.

Der Preis ist benannt nach der im Alter von 22 Jahren verstorbenen Theologie-Studentin Meike Schneider, die sich auch in literarischer Form mit ihrer Krankheit, mit ihren Ängsten und Hoffnungen auseinandergesetzt hat.

Aus den gut 150 anonymisierten Einsendungen zum Thema „Über Grenzen “ haben die Jurys nun drei Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt:

Den Hauptpreis der Jury bekommt Thomas Raatz aus Weimar für seine Gedichte „Als sie mit Hämmerchen kamen“, „Eine Wohngemeinschaft“ und „Fernwärme“. Den Lyrikpreis der Familie Schneider erhält Alisa Engelke aus Aachen für Ihr Gedicht „Am Straßenrand“ und den Prosapreis der studentischen Jury aus der ESG-Saarbrücken Rouven Hehlert aus Trier für seine Kurzgeschichte „Nach dem Regen“.

Die feierliche Preisverleihung findet am 15. Mai 2011 um 17 Uhr im Generali Saal des SuperC der RWTH-Aachen, Templergraben 57, statt. Die Eltern von Meike Schneider, Anne und Nikolaus Schneider, werden an der Preisverleihung teil nehmen und den Lyrikpreis der Familie verleihen. Die Preisträgertexte werden gelesen von dem Schauspieler Jens Wachholz; die musikalische Gestaltung liegt bei Kai Hennes.

Die Preisverleihung findet statt in Kooperation mit RWTH extern und chrismon plus Rheinland.

Eine Auswahl von 21 Beiträgen zum Literaturwettbewerb wird in einer Anthologie im Neukirchener Verlag veröffentlicht, die vom 15. Mai an erworben werden kann. 

 

 

 

Meike Schneider Literaturpreis geht in die zweite Runde!

Einsendeschluss ist der 31. Januar 2011

Zum zweiten Mal schreiben die Evangelischen Studierenden Gemeinden (ESG) im Rheinland einen bundesweiten Literaturwettbewerb aus. Es sollen Studierende, die sich im oder außerhalb des Rahmen ihres Studiums literarisch betätigen, ermutigt werden, ihre Arbeiten in der Öffentlichkeit vorzustellen. Thema der diesjährigen Aussschreibung lautet "Über Grenzen". Es können sowohl Gedichte als auch Kurzgeschichten eingereicht werden. Die beste Umsetzung erhält ein Preisgeld von 500 Euro. Zusätzlich werden die 10 bis 15 besten Einreichungen in einer Anthologie veröffentlich und nehmen an einer öffentlichen Lesung teil. Wir freuen uns auf kreative und facettenreiche Beiträge!

 

Genauere Informationen zur Ausschreibung stehen unter "Wettbewerb" bereit!
Wir danken unseren Kooperationspartern - der Bundes-ESG und dem Ev. Medienverband - für Ihre freundliche Unterstützung!

 

Meike-Schneider-Literaturpreis 2009: "ZWISCHEN–MENSCHLICHES"
Literaturwettbewerb der Evangelischen Studierendengemeinden im Rheinland

 

 

Pressebericht über die Preisverleihung:

Erstmals Verleihung des Meike-Schneider-Preises in der Evangelischen Studierendengemeinde: Würdigung und Ansporn zugleich

Für Musik bei der Verleihung des Meike-Schneider-Literaturpreises sorgte die Sängerin Sacha Etienne Crepin (r.) mit ihrer Band.

Auch im Zeitalter von Internet, Blogs und Videos ist die scheinbar veraltete Kulturtechnik des Schreibens bei jungen Menschen nach wie vor beliebt. Das ließ bei der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) im Rheinland die Idee reifen, einen Literaturpreis auszuloben. Einen Preis, der das Geschaffene würdigt und zugleich anspornt zu neuen Werken. Nach mehr als einem Jahr Vorbereitungen, Texte sondieren und bewerten wurde jetzt erstmals der Meike-Schneider-Literaturpreis verliehen. In der Kölner ESG an der Bachemer Straße nahmen die Preisträgerinnen und Preisträger ihre Auszeichnungen entgegen.

„Wir mussten nicht lange überlegen“
„Es war eine Mischung aus Zufall und Absicht“, erinnerte sich Ulrich Kock-Blunk, Pfarrer an der ESG Köln, an die Entstehungsgeschichte des Preises. Eike Ostermann, Studentin an der ESG in Aachen, hatte die Idee, und im Kontakt mit Swantje Eibach-Danzeglocke und Kock-Blunk wurde aus dem Gedanken ein handfester Plan. Und Punkt eins auf diesem Plan war die Suche nach einem passenden Namen. „Es sollte etwas mit Studenten, mit Literatur und im weitesten Sinne mit der Kirche zu tun haben“, so Kock-Blunk. Dabei stießen die Organisatorinnen und Organisatoren auf den Namen Meike Schneider. Sie war die dritte Tochter von Pfarrer Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland,
und erkrankte 2003 an Leukämie. Im Februar 2005 starb sie an den Folgen der Krankheit. Ihren letztlich vergeblichen Kampf hat sie in Tagebucheinträgen dokumentiert, die nach ihrem Tod unter dem Titel „Ich will mein Leben tanzen“ veröffentlicht wurde. „Wir mussten nicht lange überlegen, ob wir zustimmen sollten, ihren Namen für den Preis zu benutzen. Meike hätte das sicher gefallen. Und sie hätte bestimmt selbst mitgemacht“, sagte Schneider in seinem Grußwort bei der Preisverleihung.

 

Drei Jurys bewerteten 220 eingesandte Texte
Schneider empfand es auch als „großartig, dass es junge Menschen gibt, die das In-sich-Gehen und das Aus-sich-Herausgehen miteinander verbinden. 220 Einsendungen zum Meike-Schneider-Literaturpreis gab es, „wesentlich mehr, als wir zu Anfang erhofft und erwartet hatten“, freute sich Eibach-Danzeglocke über die große Resonanz. Sogar aus Brasilien und Portugal kamen Texte. Nicht nur von Studierenden der Geisteswissenschaften, „auch Mathematiker, Ingenieure oder angehende Ärzte haben mitgemacht“, erzählte Kock-Blunk. Das Thema lautete „Zwischen-Menschliches“, „ein bewusst breit gefasster Rahmen“, betonte der Pfarrer der Kölner ESG. Drei Preise wurden im Rahmen des Wettbewerbs verliehen, ein Gesamtpreis für den besten Beitrag, ein Sonderpreis für Lyrik, verliehen von Meike Schneiders Familie, und einen Sonderpreis für Prosa, verliehen von der ESG Düsseldorf. Drei Jurys bewerteten unabhängig voneinander die eingesandten und anonymisierten Texte unabhängig voneinander und fällten schließlich ihr Urteil.

Traurige, aber überraschende Pointe
Den Meike-Schneider-Literaturpreis 2009 erhielt Tobias Foppe aus Köln für seine Kurzgeschichte „Zweimal Tod“. Darin geht es um einen jungen Mann, der den Tod der Großmutter nicht betrauern kann, weil er keine Beziehung zu ihr hatte. Das führt natürlich zu Konflikten mit der restlichen Familie. Als er bei der Beerdigung dennoch weint, scheint er nach außen ins Bild der trauernden Familie zu passen. Der Grund für seine Emotionen ist aber der Tod seines geliebten Katers am selben Morgen. „Eine wirklich gelungene Kurzgeschichte mit einer, wenn auch traurigen, überraschenden Pointe am Ende“, würdigte Laudator Olaf Petersenn, Lektor bei Kiepenheuer & Witsch, das Werk des 1981 geborenen Philosophie- und Germanistikstudenten. Auch der Sonderpreis für Prosa von der ESG Düsseldorf ging nach Köln. Sabrina Pilarczyk erhielt ihn für ihre Kurzgeschichte „Happy new year“. Darin erzählt sie die Geschichte einer Ärztin, die am Neujahrsmorgen den Hirntod eines jungen Patienten feststellt und die Eltern neben der schrecklichen Nachricht mit der Bitte um Organspenden konfrontiert. Nachdem sie zuerst den Kampf um das Leben des Menschen verloren hat, verliert sie nun auch den Kampf um dessen Organe, die andere Leben retten könnten. Sabrina Pilarczyk wurde 1987 geboren und studiert Germanistik, Kunstgeschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität zu Köln. Den Sonderpreis Lyrik schließlich verlieh die Familie von Meike Schneider an Corinna Gerhards aus Bremen. In ihrem Gedicht „Phoenix“ geht es um einen Menschen in einem Rollstuhl dessen Traum es ist, ein Vogel zu sein. Er zündet schließlich sich selbst und seine Wohnung an, und aus der Asche schwebt er als Vogel hervor, sein Traum hat sich im Tod erfüllt. Die 1977 geborene Gerhards studiert Germanistik und Kulturwissenschaften in Bremen.

Junge Band begleitete die Preisverleihung
Der Meike-Schneider-Literaturpreis ist mit 500 Euro dotiert, die beiden Sonderpreise sind mit jeweils 250 Euro dotiert. Dass zwei der Preisträger aus Köln kommen, bezeichnete Eibach-Danzeglocke als „Zufall“. Ebenso die Tatsache, dass sich die prämierten Texte allesamt mit dem Tod beschäftigen. Für den musikalischen Rahmen bei der Preisverleihung sorgte die junge Sängerin Sacha Etienne Crepin mit ihrer Band. Die Musikerinnen und Musiker hatten sich erst vor kurzer Zeit an der ESG Köln zusammengefunden. Die drei ausgezeichneten Texte sowie weitere von den Jurys ausgewählte Einsendungen sind in der Anthologie „Zwischen-Menschliches – Meike-Schneider-Literaturpreis 2009 der Evangelischen Studierendengemeinden im Rheinland“ veröffentlicht. Erhältlich ist sie bei der ESG Köln, Bachemer Straße 27, 50931 Köln, Telefon 0221/940 52 20.

Text und Foto: Jörg Fleischer, kirche-koeln.de